Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

Aus gegebenen Anlass wünschen wir allen Betroffenen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. :-)


Eure Kiwis
Anne und Basti.

Samstag, 18. Dezember 2010

Vidschos

Die moderne Technik macht's möglich, dass unsere Reiseerlebnisse auch in bewegten Bildern festgehalten und wiedergegeben werden können. Da unsere Technik aber noch nicht ganz so ultra-modern ist, verhinderten bisher die manchmal etwas bescheidene Videoqualität oder der mäßige Uploadstram (hat was mit diesem Internet zu tun, von dem alle immer reden), dass ihr auch was davon habt. Nun isses aber soweit und wir präsentieren voller Stolz unsere ersten beiden Filmchen. Weitere folgen bestimmt... irgendwann.

Delfine am Cape Rodney


Basti tanzt den Haka

Samstag, 11. Dezember 2010

Bauer sucht Frau

Hallo und herzlich Willkommen zu einer Sonderausgabe von "Bauer sucht Frau". Mein Name ist Binka Ause und ich werde Ihnen heute den Farmer Basti vorstellen. Dazu müssen wir jedoch das gute Deutschland verlassen und uns auf eine laaaange Reise zum anderen Ende der welt begeben. Der Basti lebt nämlich derzeit auf einer kleinen organisch geprägten Farm beim schönen Örtchen Raglan im fernen Neuseeland. *lächel*

Nachdem Sebastian den Norden Neuseelands einen Monat lang bereiste *lächel*, beschloss er, endlich mit dem "Wwoofen" anzufangen. "Wwoof" ist die Abkürzung für Willing Workers On Organic Farms. Hier können Arbeitswillige für Kost und Logis, also nicht für Geld, auf Farmen arbeiten und dort das Leben genießen. *lächel* Doch bevor es für unseren Seppi, äh, Sebastian, ans Eingemachte ging, genoss er eine Fahrt mit einer Mini-Bergeisenbahn in lüftiger Höhe, einen Speedboat-Trip an der atemberaubenden Ostküste der Coromandel-Halbinsel, besuchte einen quadratischen Kauri-Baum und wollte das Filmset von Hobbiton (Herr der Ringe) in Matamata besichtigen. Der Eintrittspreis (66 Dollar pro Person!) für das Filmset nahmen ihm jedoch kurz den Atem und er fuhr lieber zu einem kostenlosen Wasserfall, dessen Aussichtsplattform jedoch nur über eine mörderische Strecke von einer Stunde bergauf zu erreichen war. Im tiefen Wald fand er dann zwar keine Hobbits, aber einen Igel... und eine mal wieder knallrote Anne... *lächel* Der nächste Zwischenstopp war ein Kino in Hamilton, in dem Basti endlich einen überaus gut gelungenen "Harry Potter" schauen konnte (der beste Film von allen Teilen).

Und dann war es endlich soweit: Zwei Pferde, vier Katzen, zwei Schweine, viele Hühner und Peter und Evelyn Gilbert begrüßten den Basti auf ihrer kleinen Farm. *lächel* Seit einigen Tagen arbeitet der Basti nun als Bauer und findet es herrlich. Neben dem Einsammeln von getrockneter, manchmal frischer Pferde- und Schweine-Kacka, betätigt sich Basti als Sensenmann und tötet Diesteln. Außerdem füttert er die Hühner, streichelt die Katzen und genießt die köstlichen Leckereien der ehemaligen Chefköchin Evelyn. Vor allem die ökologische Erdnussbutter, die täglich selbstgebackenen Brote und das hauseigene Humus haben es dem Basti angetan. *lächel*

Wenn Sie unseren Basti kennenlernen wollen, sollten Sie unbedingt Pferdesabber auf T-Shirts mögen und sich nicht von Schubkarren umschubsenen Schweinen bedrängt fühlen. Schreiben Sie uns eine E-Mail und vielleicht können Sie dann bald mit dem Bauer Basti gemeinsam romantische Sonnenuntergänge genießen, den "Kleinen Hobbit" lesen, einen Gemüsegarten anlegen oder riesige Uhuh-Käfer beobachten.

Ich drücke Ihnen die Daumen. Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal, Ihre Binka Ause *lächel*


Für Kunst ist Bauer Basti nicht so sehr zu haben...


...er mag lieber Eisenbahnen...


...und er mag schöne Frauen :-)


...und Speeeeeeeeeeeeeedboat-Touren!


Die Wand hat ein Loch!


Wer hat das denn da hingestellt?


Das gibts wohl nur in Neuseeland: Quadratische Bäume


Das soll Gollum sein. Naja...


Wanderungen zu schönen Wasserfällen mag Basti auch.


Weihnachtsbäume im Sommer... komisch.


Bester Schlafplatz aller Zeiten!


....schööööön.


Bauer Basti und Schweinchen Piggi - ein Herz und eine Seele.


Eine starke Schulter zum Anlehnen


Gemeine Schweine!


We made a lot of shit. :-)

Freitag, 10. Dezember 2010

...und natürlich danken wir unseren Fans!

Bevor wir euch bald wieder Neuigkeiten aus dem Land der Hobbits präsentieren, heute mal was anderes: Wir sind total begeistert, dass so viele von euch fleißig unsere Beiträge kommentieren. Danke, danke, danke. Dadurch wissen wir, dass wir nicht in die leere Matrix schreiben. :-)

Dohoooch (und jetzt kommts): Da geht noch viel mehr! Wir hören ganz oft und vor allem sehen wir es an der Statistik, dass nicht alle fleißigen Leser ihren Senf dazu geben. Wo seid ihr? Hallo? Hallo... hallo...

Nun also der Aufruf: Kommentiert uns. Da stehen wir voll drauf. :-) Egal, ob gut oder schlecht, wir freuen uns über jedes Wort aus der Heimat!

Und nochmal ein riesiges Danke an unsere fleißigen Leser! Ihr seid die Besten!

Banne und Asti!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Farmleben

Die letzten Tage in Kürze zu beschreiben ist eigentlich nicht möglich, weil wir so viel erlebt haben. Auf unserem Rückweg vom Nordzipfel Richtung Maipoua Forest (wo die riesigen Kauri-Bäume stehen) passierten wir eine Farm, auf der Zelte standen. Da wir ständig Ausschau nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten halten, fuhren wir ran, um die Leute zu fragen, ob es sich um einen Campingplatz handelt. Der Farmer, Craig, musste herzhaft lachen, denn anstatt eines Campingplatzes handelte es sich um ein Kinder-Camp, das seine Frau Cathrine mit ihrer Klasse veranstaltete.

Aber trotzdem durften wir uns aufs Gelände stellen und wurden auch zum Abendessen eingeladen. Wow! Die Gastfreundschaft und Großzügikeit, die uns in den nächsten Tagen zuteil wurde, ist einfach unbeschreiblich. Craig, Cathrine, ihr Neffe Khan sowie die Großeltern Gabrielle und Wayne haben uns zu allen Aktivitäten mit eingeladen und waren uns königliche Gastgeber. Wir wurden mit den Quads über die Farm gefahren und uns wurde erklärt, wie man Kühe oder Schafe züchtet, Wildschweine oder Aale fängt, warum Possums eine Plage sind und vieles mehr. Wir durften selbst Quads fahren, spielten nachts Verstecken im Wald mit den Kindern, badeteten im nahen Bach, angelten, ritten Schafe, versuchten Schafe zu fangen (das gelang nur Anne), spielten die neuseeländische Variante von Handball, gingen abends in die Ortskneipe zum Plausch mit den Nachbarn... einfach so vieles tolles und schönes.

Am interessantesten für uns Stadtkinder war natürlich, wie das Essen denn auf den Tisch gelangt. Wir können nun von uns behaupten, dass wir den kompletten Prozess, der ein Lamm von der Weide auf den Teller bringt, miterlebt und aktiv dabei mitgeholfen haben. Wir stellen euch das mal in der folgenden Bilderserie dar (alle Vegetarier sollten schnell weiter nach unten scrollen!!!):



1. Schaf durch tägliches Reiten fitmachen


2. Schaf fangen (erfolglos)


3. Schaf fangen (erfolgreich)


4. Kehle durchschneiden


5. Schaf aufhängen und Haut abziehen


6. Kräftig ziehen


7. Guten Appetit


Selin, Larissa, Craig, Cathrine, Basti, Anne und die beiden Kinder Yasmine und Zaria
Schnell wurden wir auch von den versammelten zwölf Kindern beschnuppert, denn solche komischen Leute aus Übersee sehen die auch nicht alle Tage. Unser "Job" für die Zeit, die wir bei den Murrays verbrachten, bestand im Prinzip daraus, mit den Kindern zu spielen, was wir gerne getan haben. Die Kleinen hatten echt eine Menge Energie und waren total süß. Nachdem Basti im kalten Bach verkündete, dass das doch total warmes Wasser wäre, fragten die Kinder besorgt, ob es in Deutschland denn kein warmes Wasser gäbe. :-)

Nach vier wunderschönen Tagen haben wir die Farm schweren Herzens wieder verlassen und zogen weiter nach Süden in den bereits oben erwähnten Maipoua Forest. Dieser Urwald beherbergt die größten Bäume Neuseelands. Der Maori-Legende nach sind die Bäume Kinder von Mama Erde und Papa Himmel. Weil Mama und Papa ständig am knuddeln waren, war es auf der Erde stockfinster. Also entschied sich eines der Kinder, so hoch zu wachsen, dass er beide voneinander trennen kann. Seither gibt es auf der Erde Licht. Aber weil Papa Himmel traurig ist, dass er von Mama Erde getrennt ist, weint er und deshalb regnet es so oft in Neuseeland. Tolle Geschichte, oder?

Inzwischen haben wir den Norden verlassen und sind auf der Coromandel Pensinsula (Halbinsel) östlich von Auckland gelandet. Hier gibt es den berühmten Hot Water Beach, wo eine Lava-Quelle heißes Wasser nach oben treibt und einem die Füße am Strand verbrennen kann :-) Außerdem die schöne Cathedral Cove, eine vom Meer ausgespülte Höhle am Strand. Natürlich ist die Höhle nur über einen schweißtreibenden Weg über Stock und Stein und einem gefühltem Anstieg von 50 Grad zu erreichen! Ich (Anne) sah mal wieder aus als hätte ich stundenlang in der Sonne gekocht! Meine Kondition hat wirklich nicht mehr in den Rucksack gepasst und musste zuhause bleiben :-)

Übrigens konnten wir auch schon einige unserer Aufgaben erfüllen: Den Haka tanzen (das machen hier nur Jungs), die Locke eines Schafes beschaffen (wir hatten ein ganzen Fell - gilt das?) und einen Riesenbaum umarmen.

Das sollte als Lesestoff erst einmal wieder reichen. Bis bald, eure überglücklichen und tatsächlich braun gewordenen Kiwis.



Autofahren am Strand


Der 90-Mile-Beach


Waipoua Forest


Basti umarmt einen kleinen Kauri-Baum


Cathedral Cove


Cathedral Cove


Cooks Bay


Mal wieder Muscheln

Dienstag, 23. November 2010

Hit the road - Detailbericht

So, inzwischen hat der Laptop wieder mehr Saft und wir mehr Zeit. Also folgt nun die etwas detailliertere Zusammenfassung der letzten Tage.

Von den Menschen, die uns bisher begegnet sind, haben die meisten immer gesagt "Get outta this bloody city into the real New Zealand!". Obwohl Auckland an sich eigentlich ganz hübsch ist, haben wir diesen Rat gerne beherzigt. Ausgerüstet mit dem nötigen Equipment zum Campen sind wir in Richtung Norden aufgebrochen (zwischendurch noch ein kurzer Zwischenstopp bei Kristina - der Tochter von Carolas Arbeitskollegin). Eigentlich wollten wir noch eine neue Matratze kaufen, aber das stellte sich dann doch als etwas schwieriger (und entnervender) heraus als geplant. Also benutzen wir erst einmal die alte.

Unser erstes Ziel wurde eher per Zufall ausgewählt: Irgendein Camping-Platz am Meer. Ein Blick auf die Karte zeigte, dass es da doch "ein paar" gibt. Und so fiel unsere Wahl auf den "Shakespear Regional Park" auf der Halbinsel Whangaparaoa. Und kaum raus aus der Stadt sahen wir endlich auch das Neuseeland, was man sich so klischeehaft immer vorstellt: Grüne Hügel auf denen Schafe weiden, Sandstrände flankiert von felsigen Steilküsten, eine Vielzahl an exotischen Vögeln (freilaufende Pfaue!) und ein großartiges Panorama. Jepp, hier fühl'n wa uns wohl!

Vor der ersten Nacht im Van wurde dieser erst einmal von grundauf gereinigt (so gut es halt ging) und alles Equipment fachgerecht verstaut (wir haben inzwischen aber schon mehrmals umgeräumt). Das Schlafen an sich ist auf der 90 cm breiten Matratze eigentlich gar nicht so schwierig wie erwartet. Und quietschen tut der Van bei Bewegung auch nicht (höhö).

Der nächste Stopp war Cape Rodney weiter nördlich. Wieder nur per Zufall ausgewählt (sollte halt nüscht kosten) stellte sich dieser Haltepunkt als Jackpot heraus. Denn in der Bucht tummelte sich eine Delfinfamilie. Anne war kurz mal komplett aus dem Häuschen. Es ist aber auch beeindruckend, wenn ca. 10 m von uns entfernt fünf Delfine im Wasser herumspringen. Auch der Folgetag hielt fantastische Anblicke bereit: Im Stadtpark (!) von Whangarei besuchten wir einen großartigen Wasserfall, danach machten wir am komplett menschenleeren dafür aber umso schöneren Strand von Whoolley's Bay Halt, um unsere Premiere im Pazifik zu feiern. Yeeehaaaa!

Der Folgetag hielt dann zwei eher außergewöhnliche Attraktionen für uns bereit. Zunächst besuchten wir die (laut Karte) längste Fußgängerbrücke der südlichen Welthalbkugel. Rockt! Danach ging es weiter nach Kawakawa, um ein von Hundertwasser entworfenes öffentliches Toilettenhäuschen (wirklich!) zu sehen und zu benutzen (wirklich!!). Künstlerisch sehr interessant.

Der nächste Zwischenstopp war die Bay Of Islands. Diese ist sowohl landschaftlich (traumhaft) als auch geschichtlich (hier siedelten die ersten Europäer) sehr zu empfehlen. Leider machte uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung. Es regnet hier halt hin und wieder.

Also ging es weiter nördlich zum Rarawa Beach, den uns Kathrin, eine Backpackerin von der Insel Rügen, empfohlen hatte. Und sie hatte nicht zu viel versprochen. Wir machen euch jetzt mal kurz noch mehr neidisch: Unser Van stand am Strand und wir blickten direkt aufs Meer; abends saßen wir bei Kerzenschein zusammen, tranken Wein und lauschten dem Rauschen der Wellen; morgens dann bin ich aus dem Van gestiegen, um mich zum Wachwerden in die Fluten zu stürzen (natürlich unbekleidet - back to the nature!); Anne hatte derweil ca. 30 Muscheln gesammelt, die sie zu einer Kette verarbeiten wird. Klingt gut? Isses auch.

Die letzten beiden Stationen bisher waren Cape Reinga und der Spirits Bay am Nordzipfel Neuseelands. Am Cape Reinga treffen der Pazifik und das Tasmanische Meer aufeinander, was extrem spektakulär aussieht. Am Spirits Bay fließen laut der Maori-Sagen die Seelen der Verstorbenen in ihr Ursprungsland zurück. Magisch! Dort sahen wir auch unseren ersten Wal... allerdings nur Teile davon, weil es sich um den stinkenden Kadaver eines gestrandeten Wals handelte. Buärks! Dafür gab's (mal wieder) wirklich große und schöne Muscheln... toll...

Genug Lesestoff für heute. Jetze jibts Foddos:


Im Shakespear Regional Park

Am Cape Rodney

Unser Van

Unser Maskottchen

Unser Schlafzimmer

Abendessen am Rawawa Beach

Lecker Bierchen!

Rawawa-Beach mit unserem Van im Hintergrund

Cape Reinga - Leuchtturm

Cape Reinga - Treffpunkt der beiden Meere + Maori-Geschichte dazu

Spirits Bay

Schieb den Wal zurück ins Meer!

Schmarotzer beim Abendessen

Voll mal die Romantik, ne?


Mittwoch, 17. November 2010

Hit the road, Chan!

Sooo, dieses Mal nur ein kurzer Eintrag, da der Akku des Laptops schon etwas leer ist und wir dementsprechend nicht so viel Zeit haben. Also: Was haben wir in den letzten Tagen so alles gemacht?
- Im Auto schlafen. - check
- Im Pazifik baden. - check
- Delfine sehen. - check (!!!)
- Wasserfall besuchen. - check
- Auf das Hundertwasser-Klo pinkeln gehen. - check
- Die längste Fußgängerbrücke der südlichen Erdhalbkugel überqueren. - check
- Die fantastische Landschaft Neuseelands erleben. - aber auf jeden check!

Wir berichten bald mehr und ausführlicher.
Viele liebe Grüße von kurz neben Down Under
Eure Kiwis.


Sonnenuntergang am Te Haruhi Beach


Delfine am Cape Rodney


Wasserfall im Stadtpark (!) von Whangarei


Die längste Fußgängerbrücke der südlichen Hemisphäre (ohne Scheiß)

Hundertwasser-Klo (benutzbar!) in Kawakawa