Donnerstag, 31. März 2011

Rundreise Part 1

Nachdem der letzte Beitrag ja etwas auf sich warten ließ, kommt dafür heute ein wenig mehr Lesestoff für euch. Vor 13 Tagen nahmen wir Annes Eltern Jon und Andrea in Christchurch entgegen und gingen mit ihnen auf Tour. Inzwischen haben wir über tausend Kilometer Straße hinter uns gelassen und auf dem Weg Neuseeland sowohl von seiner schönen als auch ungemütlichen Seite gesehen.

Ungemütlich deswegen, weil auch hier unten nicht immer eitel Sonnenschein herrscht. Irgendwie muss das Land ja so grün werden. Und wenn es dann mal regnet, dann kübelt es auch gleich richtig runter. Leider fing der Regen genau dann an, als unser Besuch seine erste Nacht mit uns verbrachte und wir mussten sie in den Folgetagen immer wieder beruhigen, dass die Sonne irgendwann schon rauskommen würde. Unabhängig davon gab’s tolle Sachen zu sehen: Seehunde und Pinguine (d.h. einen einzigen Pinguin!) in Oamara, faszinierende Felsbrocken bei den Moeraki Boulders, eine hübsche Innenstadt in Dunedin sowie eine großartige Tallandschaft auf der Taeri Gorge Railway.

Und dann nach vier Tagen kam sie endlich – die Sonne. Und wie! Gerade rechtzeitig als wir auf unserem Weg Richtung Westküste die großen Seen Hawea und Wanaka passierten, hatten wir prächtigstes Badewetter. So konnten Jon und Andrea auch endlich mit Neuseelands Raubvogel Nummer eins Bekanntschaft machen: der Sandfly. Mieses kleines bösartiges Etwas!!! Leider bevölkert dieses Biest ausgerechnet die komplette Westküste der Südinsel – und damit einen der schönsten Teile dieses Landes. Aber dieses Opfer war es wert, denn es wurde (und wird) uns eine großartige Kulisse geboten.

Zum einen wären da die Southern Alps also die Südalpen, die ihren Namensvettern in Europa alle Ehre machen: Weiße Gletscher, hohe Gipfel, tiefe Schluchten und kantige Felsen. Nur kurz daneben dann dichte Mangrovenwälder und dahinter schon der Strand oder die Steilküste. Ach ja, und oben drüber ein Sternenhimmel vom feinsten.

Doof nur, wenn dann auf einmal wieder der Regen kommt. Was hätten wir für einen schönen Blick vom Strand über den Urwald hinweg auf den Fox Glacier gehabt, aber da war nur noch grau. Bäh! Also beschlossen wir stattdessen, eine Seehundkolonie am Strand anzusehen, aber nach gefühlten zehn Stunden Durch-den-Schlamm-Waten stellten wir fest, dass die Kolonie wohl grad Ferien macht. Nuja, passiert. Dafür entschädigten später Hokitika, wo wir das erste Mal Kiwi-Vögel gesehen haben (wenn auch nur in Gefangenschaft) und wunderschöne Jade-Schmucksteine kauften, sowie der Anblick der Pancake Rocks bei Greymouth.

Von Westport ging’s wieder zurück Richtung Osten nach Kaikoura zum Whale Watching. Wahnsinn! Wir sahen dreimal Wale und eine ganze Horde Delfine! Einfach geil!

Inzwischen sind wir wieder in der guten alten Heimat Havelock, wo wir gestern den Geburtstag von Basti feierten. Heute geht’s zur Fähre und zurück auf die Nordinsel. Davon berichten wir dann beim nächsten Mal.







Beweisfoto


Moeraki Boulders




Anne und die Schokoladenfabrik




Lake Dunston




Fox Glacier


Pancake Rocks


Planschen im Waiau River


Wale!


Delfine!

Freitag, 18. März 2011

Auf Wiedersehen Havelock

All good things come to an end. Dasselbe gilt auch für unsere Zeit hier in Havelock. Nach insgesamt sechs Wochen verlassen wir heute das kleine Städtchen in Richtung Christchurch, wo uns großer Besuch erwartet. Danach werden wir endlich die Südinsel Neuseelands richtig erkunden. Aber das werdet ihr noch früh genug an dieser Stelle lesen.

Heute jedoch macht sich erst einmal ein bisschen Wehmut (gepaart mit einem Kater vom gestrigen Abschiedsumtrunk) breit, weil wir die Leute hier inzwischen sehr lieb gewonnen haben. Auch wenn wir uns arbeitsbedingt immer nur wenige Stunden am Tag sehen, ist es trotzdem immer sehr lustig mit ihnen zusammenzusitzen und zu quatschen. Besonders schön sind natürlich die Wochenenden, wenn wir frei haben und mit den anderen zusammen was trinken oder unternehmen können. Daher sagen wir einfach mal ganz lieb Danke an Ruby, Steph, Maggie, Eric, Ché, Ruth und Steffi (übrigens die erste Berlinerin, die wir hier in Neuseeland getroffen haben!) sowie natürlich an unsere Gastgeber Shane und Asha mit ihren Kids Jack und Curtis.

Weniger schwer ist uns dagegen der Abschied von der Muschelfabrik gefallen. Obwohl wir uns inzwischen ganz gut an die Arbeit gewöhnt hatten, sind wir doch ganz froh, dass es jetzt vorbei. Allerdings gab es auch auf Arbeit ein paar sehr lustige Kollegen, mit denen immer wieder ein kleines Späßchen drin war (sonst wäre es auch viel zu langweilig). Wir wurden sogar schon zum Paintballspielen bzw. Weiberabend eingeladen, aber leider fallen diese Termine genau in die Zeit, wenn wir wieder unterwegs sind. Schade eigentlich. Zum Abschied gab es von der versammelten Mannschaft noch eine Dusche mit dem Wasserschlauch.

Auch das kleine Städtchen Havelock werden wir vermissen. Zwar ist hier wirklich nicht viel los und nachts sagen sich hier Fuchs und Hase gute Nacht, aber es hat uns trotzdem gut gefallen. Drumherum gibt es viel schöne Landschaft und dank Shane kannten wir auch die kleinen Highlights (Glühwürmchen, Wasserfall, toller Aussichtspunkt). Und wenn es uns dann wirklich mal zu langweilig wurde, konnten wir immer noch das Auto nehmen und mal einen kleinen Abstecher nach Blenheim zum Shoppen oder in die Umgebung zum Planschen machen.

Übrigens waren wir in der Zeit auch nicht untätig. So haben wir bereits das Ende unserer Weltreise geplant und die entsprechenden Flüge gebucht. Wohin es geht, werdet ihr ja dann hier lesen können. Außerdem hat sich Anne eine Tasche genäht. Unsere Koch- und Backkünste haben wir weiter ausgebaut – das leckere Essen werden wir on the Road bestimmt vermissen.

Beim Muschelsortieren

Beim Backen

Mit Steph am Havelock-Wasserfall

Mit Svenne beim Eisessen - natürlich mit Pommes!

Krasse Karre

Abschiedsabend

Der Pelorus-River...

...lädt zum Reinspringen ein.