Dienstag, 30. August 2011

Abschied

Wo ist nur die Zeit geblieben? Ist wirklich schon der Tag der Abreise gekommen? Wir sind doch kürzlich erst angekommen, oder? Aber trotzdem sitzen wir nun am Laptop und versuchen unsere Gefühlswelt in passende abschließende Worte zu pressen. Zwar ist unsere Reisezeit noch nicht ganz vorbei – vor uns liegt schließlich noch der fünfte Kontinent mit all seiner Pracht – aber doch kommt es uns vor, als ginge unser Jahr jetzt schon zu Ende. So, als ob das Spiel eigentlich schon vorbei ist und die Spieler sich in der Nachspielzeit noch ein paar Mal den Ball hin- und herkicken.

Wie also sollen wir unser Resümee beginnen? Eine Möglichkeit wäre, zu sagen, ob unsere Erwartungen erfüllt wurden oder wir das gefunden haben, was wir suchten. Aber um ehrlich zu sein, hatten wir gar keine Erwartungen und wussten auch gar nicht so richtig, wonach wir suchen wollten. Aber vielleicht ging es auch nie darum und wir werden erst mit etwas Abstand herausfinden, was wir aus Neuseeland mitbringen. Was wir auf jeden Fall mit absoluter Sicherheit sagen können, ist, dass dies die beste Entscheidung unseres Lebens war. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die wir in den vergangenen Monaten gehabt haben, sind etwas Wunderbares und Großartiges.

Zunächst einmal gilt das natürlich für Land und Leute. Wir haben zwar noch nicht jeden Winkel dieser Erde besuchen können, aber Neuseeland ist ganz bestimmt einer der schönsten davon. Es ist immer wieder erstaunlich, wie kontrastreich die Landschaft in diesem doch recht kleinen Land ist. Zwischen schneebedeckten Gipfeln und palmengesäumten Sandstränden, zwischen dichten Urwäldern und leergefegten Steppen ist im Prinzip die ganze Bandbreite vertreten. Garniert wird das ganze dann noch durch die pure Wucht der Naturgewalten, die immer mal wieder auf diese beiden Inseln (die kleinen Inseln vernachlässigen wir mal) treffen. Wind, Wasser, Plattentektonik – Neuseeland hat definitiv einiges zu bieten.

Und das Schöne ist, dass das Landschaftsbild selten durch die Anwesenheit anderer Menschen gestört wurde, weil hier einfach nicht so viele davon leben. Und wenn wir sie dann doch antrafen, dann waren es meistens extrem nette, gastfreundliche und fröhlich Gesellen. Die Offenheit und Herzlichkeit der Kiwis war für uns Deutsche wahrscheinlich der größte Kulturschock (dazu mal wieder der Witz mit dem hilfsbereiten Berliner). Tatsächlich scheint es aber wirklich auch Menschen auf dieser Welt zu geben, die einfach nur mal nett zu einem sein wollen, um eine schöne Zeit zu verbringen. Auch scheinen die Kiwis das Leben nicht immer ganz so ernst zu nehmen. Wenn es ein Problem gibt, dann wird es gelöst, aber den Rest des Tages muss man sich doch nicht noch den Kopf darüber zerbrechen. That’s not too bad, eh?

Wenn wir schon bei besonderen Menschen sind, dann dürfen dabei natürlich nicht die anderen Backpacker fehlen, die wir getroffen haben. Einfach ganz normal verrückte Leute aus allen möglichen Teilen der Welt, die durch die Freude fürs Reisen geeint sind. Und darum hoffen wir auch, dass wir einige nicht zum letzten Mal gesehen haben. „Ein paar“ Deutschen sind wir ja auch begegnet, die alle ganz scharf darauf sind, jetzt mal Berlin zu besuchen. :-) Ihr seid alle ganz herzlich bei uns willkommen! Und wir kommen auch gerne mal bei euch vorbei – schließlich haben wir jetzt vom Ausland fast mehr gesehen, als von unserer Heimat.

Das alles zusammen sind eine Menge gute Gründe, um lächelnd zurückzublicken. Darüber hinaus wäre da aber auch einfach das Gefühl, einmal im Leben mal etwas gemacht zu haben, was ein bisschen aus der Rolle fällt und abseits der gängigen Logik ist. Das begann mit der Herausforderung, unser bestehendes Leben, in dem wir uns mit Wohnung, Haustier, Arbeit, Verträgen und Versicherungen niedergelassen hatten, einfach hinter uns zu lassen und irgendwo mehr oder weniger neu anzufangen. Und es ist ein beruhigendes Gefühl, dass wir heute wissen, dass diese Abnabelung nicht so schwer ist, wie wir sie uns beim ersten Gedanken vorstellten. Und dann waren da natürlich die Eingewöhnung und das Zurechtfinden in einem fremden Land, der Autokauf, die Jobsuche sowie natürlich die Überwindung der (wenn auch eher kleinen) Sprachbarrieren. Im Nachhinein erscheint es schon erstaunlich, wie sich so manche Herkulesaufgabe in den vergangenen anderthalb Jahren am Ende scheinbar spielend einfach löste.

Und wo wir schon bei den Gefühlen sind: glücklich, lebendig, frei. Diese Attribute verknüpfen wir sehr häufig mit Neuseeland. Natürlich herrschte nicht immer eitel Sonnenschein. Aber das wussten wir ja auch vorher. Es ging ja auch nie darum, am anderen Ende der Welt ein Schlaraffenland zu finden oder ein Jahr dicken Urlaub zu machen. Es ging darum, einmal ein anderes Leben zu leben, andere Wege auszuprobieren, auf manches zu verzichten um anderes zu bekommen, keine festen Pläne zu haben und spontane Entscheidungen zu treffen. Wir glauben, dass uns das ganz gut gelungen ist. Vielleicht zu gut, da wir uns momentan nur schwer die Rückkehr ins „alte“ Leben vorstellen können. Wobei es natürlich an uns selbst liegt, diese positiven Gefühle einfach mit nach Deutschland zu nehmen. Eine weitere Herausforderung, die gemeistert werden möchte.

So, die Kiwis verabschieden sich hiermit aus Neuseeland. Demnächst senden wir live von den Wallabys. Mach’s gut, du wunderschöne Perle irgendwo im Pazifik. Es war ein Vergnügen und eine Ehre, dich zu erkunden. Take care and see ya.


Dienstag, 23. August 2011

Wohnungslos

So, da wären wir mal wieder. Mit ein bisschen mehr Geld – erfreulich. Ohne Van – gar nicht mal so erfreulich. Nee, eigentlich eher traurig, denn nach fast zehn Monaten fiel es uns doch verdammt schwer, unserem liebgewonnenen Heim „Adieu“ zu sagen. Chanendela war uns über die ganze Zeit ein treuer und vor allem zuverlässiger Begleiter. Es ist schon erstaunlich, wie heimisch wir uns auf diesen gerade mal drei bis vier Quadratmetern Raum fühlten. Und es ebenso erstaunlich, wie viel Zeug in so ein Auto passt. Unglaublich viel Zeug! Zuviel Zeug, um es auf vier Beinen durch die Welt zu tragen, weswegen sich inzwischen zwei weitere große Pakete auf dem Weg nach Deutschland befinden.

Okay, nun wollen wir aber ein bisschen ins Detail gehen. Letzten Dienstag verabschiedeten wir uns widerwillig von der Farm und traten den lange hinausgezögerten aber leider unvermeidlichen Weg nach Auckland an. Wir hatten im Vorfeld bereits Werbezettel für unseren Van entworfen, damit wir diese in der Stadt und an den Fensterscheiben des Autos aufhängen können, sowie im Internet die Hostels in der Innenstadt herausgesucht. In Auckland begannen wir dann sofort mit dem „Plakatieren“ in Hostels, Internetcafés oder Supermärkten – also überall dort, wo sich Backpacker am wahrscheinlichsten aufhalten würden. Diese Ochsentour durch die Innenstadt kann man getrost als „pain in the ass“ (wie der Kiwi so schön sagt) bezeichnen. Keine Ahnung, ob wir uns so schnell wieder an den Großstadtverkehr in Berlin gewöhnen können. Da wirste ja bekloppt inna Birne! Und zu Fuß ist es auch nicht viel besser (zur Erinnerung: die Stadt ist recht hügelig).

Jedenfalls waren wir mit unserer Werbetour eigentlich schon am Ende und wollten grad zu Freunden im Norden der Stadt aufbrechen, als uns zwei interessierte Touris anriefen. Kurzerhand vereinbarten wir ein Treffen zur Autobesichtigung. Die beiden waren deutsche Frischabiturienten (das war so natürlich nicht zu erwarten…) und seit knapp einer Woche in Neuseeland. Nach einer Besichtigung und kurzen Probefahrt gingen wir mit einem „Okay, wir denken darüber nach und melden uns morgen bei euch“ auseinander, was in unseren Ohren eigentlich schon fast wie „Hmm, naja, nee“ klang.

Aber morgen ist ja auch noch ein Tag, dachten wir uns und fuhren erst einmal unsere Freunde besuchen, bei denen wir großzügigerweise auch übernachten durften. Dafür nochmal ein großes liebes Dankeschön an euch, Krissi und Steve. Der nächste Tag sollte eigentlich wieder dem Plakatieren gewidmet sein, jedoch wurden unsere Pläne von den beiden Deutschen durchkreuzt. Man sei am Van interessiert und würde ihn gerne am späten Nachmittag zu einem befreundeten Mechaniker bringen, um nochmal die Tauglichkeit zu überprüfen. Ja, gerne doch!

Also legten wir die weiteren Werbeaktionen kurz mal auf Eis und spielten Touris. Wir fuhren auf den Sky Tower, der zwar etwas kleiner als der Berliner Fernsehturm ist, dafür aber seine Aussicht spektakulärer verkaufen kann (ja, daran hat damals im Osten wieder keener gedacht). So gibt es sowohl im Fahrstuhl als auch auf der Aussichtsplattform Glasscheiben im Boden, durch die man direkt die ca. 200 Meter nach unten gucken kann. Es kostete uns einiges an Überwindung, um über das Glas zu laufen, selbst wenn ein Schild darauf hinwies, dass das Glas genauso stabil wieder der Rest des Bodens sei. Wer es noch heftiger braucht, kann auch draußen angegurtet auf einer Freiluftplattform entlangspazieren oder an einer Art Bungeeseil vom Turm springen. Aber ein diplomatisches „Nicht für Geld und gute Worte springe ich irgendwo runter!!!“ von Basti hielt uns davon ab. Und weil wir uns schon so sehr auf unsere zukünftigen Einnahmen freuten, verbrannten wir in noch schnell ein bisschen Geld in den Shops der Innenstadt. Man braucht ja schließlich auch mal was zum Anziehen.

Schlussendlich trafen wir uns mit den beiden. Diese wollten wohl Nägel mit Köpfen machen und hatten bereits ihr Hostel verlassen und das Reisegepäck geschultert, sodass es kurz mal extrem eng im Auto wurde. Quer durch die Stadt ging es zum Mechaniker, den wir nach ein paar Minuten Suche (mit Hausnummern haben’s die Kiwis nicht so) auch gefunden haben. Der beschied dem Auto, dass es tipp topp sei (was auch sonst) und nach einer kleinen Schacherei, die den Kaufpreis von 3.500 auf 3.250 Dollar drückte (wir wollten ja nicht so sein) sowie einem hektischen Besuch beim AA (der neuseeländische ADAC) kurz vor Ladenschluss, um den Besitzer ändern zu lassen, gehörte Chandi dann nicht mehr uns.

Der Rest ist schnell erzählt. Am selben Abend fuhren wir auf einen Campground, wo die Jungs sich schon mal im Auto einschlafen konnten, während wir uns eine Kabine mieteten, um unser Zeug in den Rucksäcken (oder diversen Taschen) zu verstauen. Da am nächsten Tag kein Bus mehr nach Tokoroa fuhr, quartierten wir uns in der Innenstadt nochmal in einem Hostel ein, was uns immerhin Zeit gab a) noch mehr Souvenirs zu shoppen, b) noch mehr Souvenirs nach Hause zu schicken und c) den Rest ordentlich im Reisegepäck zu verstauen. Und dann, am vierten Tag verließen wir endlich wieder Auckland, um zurück aufs Land zu den Kühen, Katzen, Hunden, Schafen und Ziegen zu kommen. Puh!

Und hier sind wir nun und erleben jeden Tag die aufregendsten Dinge: Bereits schon zur Routine gewordene Kalbsgeburten, Kuh mit Herzattacke, Motorcross fahren über die Farm (Annes Hintern tut seit zwei Tagen weh), Trompetensessions mit Matt und und und…nicht zu vergessen: Kuscheln mit Billy, dem Ziegenbock (Darf man Ziegen eigentlich in Deutschland als Haustiere halten?). Wir haben uns den richtigen Ort ausgesucht, um noch einmal wunderschöne Tage vor der Abreise zu verbringen.

Nächste Woche am 31. August ist es soweit und wir fliegen, wenn keine Aschewolke dazwischen kommt, rüber auf den roten Kontinent. Sicherlich wird auch dies eine tolle Zeit und wir werden einige Abenteuer bestehen. Nachzulesen hier in diesem Blog. :-)

Alles Liebe, eure Kiwis



38 cm Glas und darunter 200 m Luft


Über den Dächern Aucklands


Schwindelgefühle


Da waren wir mal drauf... damals am Anfang.


Auto verkauft


Tschüss kleiner Chanendela!


Ghostbusters im Einsatz


Klettermax in der Melkanlage


Blick auf die Farm


Wir zusammen mit Matt und Billy


Dieses Kalb wurde Anne getauft.


Anne und Hauszicklein Billy

Donnerstag, 11. August 2011

Muh, Mäh, Miau!

Boah Kinder, das sind zurzeit aufregende Tage, die wir verleben. Wir sind nämlich wieder bei Matt, dem netten Kiwi, mit dem wir und die Mädels Weihnachten verbrachten. Und damit wir Großstadtmenschen auch nicht so schnell vergessen, wie das Essen eigentlich auf den Tisch kommt, bekommen wir die volle Dröhnung Farmleben ab. Doch erst einmal der Reihe nach.

Zuerst einmal haben wir ja beim letzten Blogeintrag was Wichtiges vergessen. Wir wurden nämlich übel und hinterhältig bestohlen: Auf einem Campingplatz fehlten am nächsten Morgen im Kühlschrank Eier, Wurst, Käse, Milch, Marmelade, Salatsauce und Margarine. Räuber, Diebe, Halunkenpack! Und wir hatten uns schon so sehr auf Speigeleier mit Schinken gefreut. Die „guten“ Sachen wie Feta und Pesto ließ der Dieb zurück – das kann nur ein Einheimischer gewesen sein. Denn auf Geschmack stehen die Neuseeländer nicht so.  Wenigstens bekamen wir unser Geld von den Besitzern zurück, sodass wir einkaufen gehen konnten. Auch der Blick auf die schneebedeckten Berge des Tongario National Parks (u.a. also der „Schicksalsberg“ aus Herr der Ringe) entschädigten für den Zwischenfall. Und auf dem nächsten Campingplatz hatten wir wieder mehr Glück…

Nachdem wir entlang des Whanganui Rivers gen Westen fuhren, den Blick über die Stadt Whanganui schweifen ließen und bald der Wunsch nach einer heißen Dusche wieder Überhand nahm, steuerten wir einen Platz im Süden der Taranaki Halbinsel an. Dort fanden wir neben einem gigantischen Ausblick auf den berühmten Mount Egmont (oder auch Mount Taranaki), schwarzem Sandstrand mit Paua Muscheln und einer verschmusten Katze dann einen sehr netten Caretaker vor, der uns zum Angeln mitnahm. Wir selbst hatten zwar kein Glück, aber er fing zwei Kahawais (Lachsbarsche) und lud uns kurzerhand zum abendlichen Familienessen ein, sodass wir trotzdem was vom Fang hatten. Dazu gab es dann noch leckeren Schokokuchen (mit Schokosoße und Schokoeis) und eine ganze Menge lustiges Beisammensein. Diese Kiwis sind einfach großartig! Da blieben wir dann gerne noch eine weitere Nacht bevor wir uns aufmachten, den Mount Taranaki zu erkunden. Der Berg ist im Übrigen ein Vulkan und sein schneebedeckter Gipfel ragt majestätisch in der Mitte der sonst flachen Halbinsel hervor. Einfach doll!

Nach einem kurzen Abstecher zum Cape Egmont und dem dortigen Leuchtturm fuhren wir weiter nach New Plymouth und von dort über den „Forgotten World Highway“ in Richtung Norden. Die „Vergessene Welt“ hat aber nix mit Dinosauriern zu tun, sondern beschreibt das neuseeländische Hinterland, welches erst spät infrastrukturell erschlossen werden konnte und daher lange Zeit eben vergessen blieb.

So, und nun sind wir wieder in Tokoroa bei Matt dem Dairy Farmer (oder auf Deutsch: Milchbauer). Und wieder einmal wurde uns klar, wie interessant und aufregend das Landleben doch ist. Die Kühe kalben momentan, daher liegen jeden Morgen ein paar frischgeborene Kälber irgendwo auf der Weide, die wir dann einsammeln. Da die Mütter dabei auch noch ein Wörtchen mitreden wollen, kriegt man da schnell mal ein mulmiges Gefühl. Manchmal gibt es aber auch Komplikationen bei der Geburt: Wenn die Kuh das Kalb nicht selbst zur Welt bringen kann, z.B. weil es falschherum herauskommt, dann müssen Matt und Freddy (der andere Milchbauer) „Hebammen“ spielen, was wiederum bedeutet, dass sie die Kälber mit Ketten aus den Kühen herauszerren. Autsch!

Die Ironie dabei ist, dass manche Kälber ohnehin nur ein paar Tage leben, weil ihr Stammbaum nicht eindeutig bestimmt werden kann (und das ist wichtig; Stichwort BSE und sowas alles). Diese werden später zu Tierfutter (z.B. für Hauskatzen) verarbeitet. Aber keine Sorge – es bleiben genügend Kälber am Leben. Und diese wollen natürlich regelmäßig gefüttert werden. Auch Billy, Matts kleines Zicklein, ruft (bzw. meckert) ständig nach der Milchflasche. Nebenbei müssen natürlich noch die Kühe gemolken oder von einer Weide auf die andere gebracht werden. Man sollte diese Kühe übrigens nicht unterschätzen – so eine 700-Kilo-Kolossin kann ganz schön flink sein... und ist nicht grad in der besten Stimmung, wenn sie schwanger über die komplette Farm gejagt wurde.

Nebenbei macht uns Matt noch unser Auto flott, damit wir es für einen guten Preis verkaufen können. Außerdem nahm er uns mit auf Possumjagd in der Nacht. Und überhaupt ist er uns ein großartiger Gastgeber! Als Gegenleistung rackert Basti auf der Farm und Anne kredenzt ihm jeden Tag lecker Essen, was er begierig in sich hineinschlingt.

Nächste Woche versuchen wir, unser Auto in Auckland unter die Haube zu bringen. Drückt uns die Daumen, dass es klappt. Falls wir sofort Erfolg haben, kehren wir für die letzten Tage auch gerne nochmal auf die Farm zurück. Viele Grüße, eure Kiwis.



Die Rutsche war für das große Kind ein bisschen eng.


Mjammi - frischer Fisch


Sind wir cool!


Endlich - ein Kiwi in freier Wildbahn!


Mount Taranaki


Cape Egmont


The Forgotten World


Die Hauszicke muss in der Tonne schlafen.


Anne hat ein Kalb gefangen...


...Basti kümmert sich derweil um die Mutter


Kalbsgeburt ohne Hilfe


Kalbsgeburt mit Hilfe


Vorsicht - freilaufende Kuh


Basti beim Saubermachen


Und was machen wir wohl mit dir?


Ah, hier drinnen ist noch Platz.

Dienstag, 2. August 2011

Die Straße hat uns wieder, so wie sie uns kennt

Wer in vier Wänden lebt, ist auch nur eingesperrt. Also nüscht wie raus aus dem Hostel und ab auf die Straße! Aber in den vier Wänden gibt’s wenigstens eine Heizung und warme Decken. Na und, wir sind doch nicht aus Pappe!

Nun ja, es war tatsächlich nicht so schlimm, wie wir erwartet haben. Und daher sind wir seit unserer Abreise aus Havelock zum Glück noch nicht erfroren oder anderweitig verstorben. Im Gegenteil, uns wurde wieder einmal bewusst, warum wir dieses Land doch so sehr schätzen gelernt haben. Zunächst verschlug es uns in die Marlborough Sounds, um uns angemessen von der Südinsel zu verabschieden. Zwar mussten wir uns auch bei schönstem Sonnenschein dick einpacken, aber dafür wussten die Fjorde wieder zu gefallen.

Danach hieß es Lebewohl Südinsel und wir setzten mit der Fähre ein letztes Mal über die Cook Strait über. Auf der Nordinsel gibt es aber genauso viele schöne Flecken, die uns alle paar Minuten vor Entzücken seufzen lassen. Das beginnt mit dem botanischen Garten in Wellington (bequem zu erreichen mit dem Cable Car) und geht mit den Gebirgszügen entlang der East Coast weiter. Und nebenbei gibt es auch ein paar kleine Kuriositäten, wie z.B. den längsten Ortsnamen der Welt. Eigentlich handelt es sich dabei nur um einen Hügel, auf dem irgendein Maori-Häuptling mal ein paar andere Maoris verkloppt hat, aber für ein meterlanges Ortsschild reicht es trotzdem.

Ein bisschen Bildung wollten wir uns auch noch antun und daher besuchten wir das Nationalaquarium in Napier, das uns einige wunderbare Meeresbewohner präsentierte. So sahen wir u.a. Haie, Riesenschildkröten, Rochen und Seepferdchen. Außerdem gab es auch Kiwis – voll knuffig diese kleinen Viecher!

Danach ging es wieder Richtung Westen entlang des Tongario National Parks. Und endlich hatten wir mal Glück und konnten die Gipfel der Berge dort ohne Wolken sehen. Da diese dank des Winters auch noch schneeweiß waren, bot sich eine majestetische Erscheinung (man bin ick heut wieder lyrisch).

Zurzeit befinden wir uns in Harewa der Nähe von Mount Egmont an der Westküste. Eigentlich wollten wir hier ins Elvis-Presley-Museum, aber das hat zu. Pffft, so'n Mist! Naja, so haben wir halt ein bisschen mehr Zeit fürs Internet und unsere geschätzten Leser. Ist ja auch nicht schlecht.

Nun gut, genug geschrieben für heute. Alles in allem gibt es eh nur eins zu sagen: Wir wollen hier nicht weg...

Eure Kiwis.

Die Super-Nanny


Abschiedsessen in Havelock


Marlborough Sounds


Missglückter Angelversuch


Kein übler Schlafplatz


Und noch mal die Sounds


Cable Car in Wellington


Suchrätsel


Share the road


Der längste Ortsname der Welt


Gefressen I


Gefressen II


Hey Dude!


Bitte nicht den Hai füttern!


Tongario National Park


Whanganui River