Montag, 18. Februar 2013

Willkommen zurück mit einem guten Gläschen Wein



Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass unser letzter Eintrag schon anderthalb Jahre her ist. Anderthalb Jahre… So lange sind wir schon wieder zurück von der Tour unseres Lebens. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Als wir damals – voll mit großartigen Erlebnissen, Abenteuern und Erinnerungen – wieder in good old Germany landeten, hätten wir nie gedacht, dass es uns oft erscheint, als wären wir nie weg gewesen. Auf der einen Seite ist das natürlich großartig, wenn Freunde und Familie dich willkommen heißen und aufnehmen und sich nichts an den Gefühlen geändert hat. Andererseits ist es erschreckend, wie schnell man wieder im alten Leben angekommen ist. Dennoch versuchen wir bis heute, uns ein Stück des neuseeländischen Lebensgefühls zu bewahren und aufrecht zu erhalten. So lange bis wir wieder in Neuseeland sind, zurück von „unserer Pause hier in Deutschland“ – wie Basti es neulich formulierte.

Bis dahin wird jedoch noch ein bisschen Zeit vergehen und wir haben uns gefragt, was machen wir denn mit unseren ganzen Erfahrungen, den hilfreichen Anregungen netter Kiwis und anderer Backpacker, die uns in dem Jahr weitergeholfen haben? All den praktischen Hinweisen, Insidertipps und schlauen Sprüchen? Ganz einfach: Aufschreiben und veröffentlichen! Für alle, die gern unseren Blog lesen oder mit uns in Erinnerungen schwelgen oder selbst einmal nach Neuseeland möchten oder jemanden kennen, der nach Neuseeland möchte (da soll es einige geben) oder einfach Lust auf die eine oder andere nette Geschichte haben. Hier seid ihr richtig.

Zum Einstieg beschäftigen wir uns gleich mit dem wichtigsten Thema überhaupt: „Griechischer… äh neuseeländischer Wein“.

Auch wenn es manche noch nicht wissen: In Neuseeland gibt es ziemlich guten Wein, der weltweit immer populärer wird. Aufgrund der günstigen Wetterbedingungen ist die Region Marlborough im Norden der Südinsel das größte Weinanbaugebiet Neuseelands und bei allen Weinen, die wir gekostet haben (und ja, es waren einige), haben uns die Chardonnays und Sauvignon Blancs aus Blenheim und Umgebung am besten geschmeckt – auch wenn man uns wahrlich nicht als absolute Weinkenner bezeichnen kann, auch weil wir eigentlich nur Weißwein trinken.

Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Das 3-Liter-Pack „Blenheimer“ eignet sich hervorragend für Trinkspiele, ist aber gaaaaanz gefährlich! Uiuiui…

Wer sich näher über den neuseeländischen Weinanbau informieren möchte, dem sei gesagt: Hier bist du falsch! Wir wollten den Wein nur trinken und nicht beim Wachsen zusehen. Aber schau doch mal bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Weinbau_in_Neuseeland.

Wir empfehlen euch u.a. Wingspan, Stoneleigh, Longridge, Whale Point und Selaks (Riesling). Allerdings müssen wir zugeben, dass der allerallerleckerste Wein aus - ohoh - Australien kam. Ja, der Banrock Station Pink Moscato ist eher was für die Damen, denn der Geschmack ist sehr süß-fruchtig und erinnert an den hiesigen Asti Cinzano. Er ist nicht sehr hochprozentig, dafür auch mit ca. 5-7 NZD etwas preisgünstiger. Alkohol ist in Neuseeland übrigens sehr teuer im Vergleich zu Deutschland, daher alles genießen... Außer den Banrock, den kann man auch in Mengen trinken :-)

Ein weiterer guter australischer Wein, da sehr mild und fruchtig, ist der Coolabah, auch wenn man diesen im 3-Liter-Pack kaufen kann.
Da wir auf den Geschmack gekommen sind, schauen wir uns bei jeder Gelegenheit auch hier in Deutschland nach neuseeländischen Weinen um. Vor einigen Wochen waren wir auf der Grünen Woche in Berlin und haben uns den Neuseeland- und Australien-Bereich extra bis zum Schluss aufgehoben. Wir wollten die vielen Flaschen, die wir gedachten zu kaufen, nicht den ganzen Tag mit uns rumschleppen. Ach, was waren wir aufgeregt! Und ach, was wurden wir enttäuscht! „Neuseeland“ war völlig unterpräsentiert und nur an einem australischen Weinstand eingebunden. Es gab zwar einen Kiwi-Wein, auch noch aus Marlborough, aber für 24 Euro die Flasche! Ja, richtig gelesen – 24 Euro. Obwohl der Wein echt verdammt gut war, ließen wir es sein und die Flasche stehen, denn für uns Geschmackbanausen war das zu viel.

Zum Glück gibt es preisgünstigere Alternativen: Bei REWE könnt ihr z.B. Island Bay, ein Sauvignon Blanc aus Marlborough für 6 Euro erstehen. Dieser ist fruchtig, aber nicht zu süß. Auch im Internet oder bei ausgewählten Weinhändlern gibt es neuseeländische Weine. Die sind zwar auch etwas teurer (ab 8,50 Euro), aber vielleicht gönnen wir uns ja ein paar Flaschen, wenn am Ende des Monats mal ein bisschen Geld übrig ist. Dann werden wir euch vom Gaumenschmaus berichten.


Island Bay von Rewe
The Little Penguin & Shag Rock - sehr zu empfehlen.


Leckerer Rotwein

Marlboroughs Vinyards


Kommentare:

  1. Na toll jetzt will ich Wein trinken :-P

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  2. kriegt ihr Provisionen?

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  3. haha, familie hausen wieder. melden sich nach über einem jahr zurück und schreiben erstmal ausführlich über alkohol :-)

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  4. uiuiui (=Zitat) trifft's 'hab ich mir sagen lassen' ;-)

    Zunächst: Mein Liebes Änni-Schneckchen - uhm - nein, der NZ Wein ist schon dem OZ-Wein ebenbürtig - aber ja ja, dem Mädchensein sei gestatten, den süßen, süffigen Wein zu bevorzugen. Wie immer ist Euer Bericht spitze geschrieben -Chapeau!

    KLAR bekommen die beiden Provision!! :-P

    Und auch wenn das in vielerlei Hinsicht ernüchternd wirkt, sollte man sich gerade wegen des Preises nicht zu viele Illusionen machen. In Deutschland und wohl auch weltweit wird ja bisweilen ein Hype um noch so simple, exotische Spezialitäten gemacht, der notgedrungen oft zu unverschämt hohen Preisen selbst von billig produzierten, hiesigen Landweinen führt. Preis ist nicht unbedingt Qualität, aber wem schreib ich das ?! ;-)
    Das mindert sicher nicht den Geschmack wenn man ein bisschen Gefühl für seinen EIGENEN Geschmack hat.
    Auch mir geht es da wegen der stetigen Sehnsucht nach EeenZeed kein bisschen besser und jeder Tropfen bringt mich wieder ein Stück näher zurück ;-) - Aber : der Wein wird für den Transport laut Aussage eines Weinfabrikmitarbeiters und mehrerer Blenheimer Einwohner eh erst mal in großen Plastikfässern verschifft, um dann hier wieder in Glas bottled zu werden. Also tastet und ''täästäät'' Euch langsam an das untere Preissegment heran - und erwartet dann einen besseren Geschmack, wenn Ihr unten nachprobiert. Wobei Anne natürlich Recht hat, dass in NZ ohnehin Lebens-& Genussmittel teurer sind, als bei uns.

    Als Ergänzung und Info auch noch die Story, dass zwecks Preisstabilisierung des Weins die Überschüsse der großen Marken in Neuseeland (der *Savvy* which is Sauvignon Blanc) als No-names &-labels abgefüllt und in den common supermarkets verscherbelt wurden. Zu allem Unbill ist es dann auch noch so, dass die RICHTIG edlen Tropfen am besten im Herkunftsland erhältlich sind, ganz klassisch sind die dortigen Wine Festivals super zum Kennenlernen geeignet - siehe Hawke's Bay und wie bereits erwähnt, Blenheim. Allerdings erhöht sich der Flaschenpreis dann leicht nach oben..... so mit'm Hinfliegen und so... :-))

    Anyway, here's to you, mates!!

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    1. Ach ja, ich erinnere mich, Steph, das Wine Festival.. Hahaha. Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Knutsch, Anne

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  5. Es fehlt noch die Einweihungsparty mit Fotoschau :-)

    Aber schön von euch zu lesen.

    LG
    ALI

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    1. Da hast du vollkommen Recht, Ali! Das steht auch noch auf unserer Liste. Vielleicht zur zweijährigen Rückkehr? :-)

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