Freitag, 5. Mai 2017

Moppelkopf ist zurück!

Liebe Freunde, es ist lange her, seitdem wir uns hier an dieser Stelle gelesen haben. Viel ist in der Zwischenzeit passiert. Unter anderem haben wir unsere kleine Familie erneut etwas vergrößert und freuen uns somit auf die nächste Elternzeitreise, von der wir euch hier sehr gerne berichten werden.



Aber vorab müssen wir Abbitte leisten, da wir bei der letzten Reise unserer Chronistenpflicht nicht vollständig nachkamen. Dem aufmerksamen Leser wird damals nicht entgangen sein, dass wir euch die letzten Wochen in Neuseeland und auf Tasmanien komplett unterschlagen hatten. Das war so nicht geplant, aber manchmal kommt man halt zu nüscht. Daher hier die super-ultra-kurze Zusammenfassung: War schau!



So, nun aber zurück ins hier und jetzt. Team Banne konnte auf dem Transfermarkt erfolgreich zuschlagen und zog sich Klara als Neuzugang an Land. Sie sorgt nun mit Henri für ordentlich Dampf im Sturm, während die beiden Oldies hinten die Abwehr zusammenhalten. Das Trainingslager findet dieses Mal jedoch nicht im weit entfernten Neuseeland statt. Hier gab es im Mannschaftsrat einige Diskussionen: Teamkäpt'n Anne war dafür, Kassenwart Basti war dagegen. Am Ende fand man eine Lösung, die dem Teambuildinggedanken gerecht wird, und daher geht es nun quer durch Europa mit der groben Richtung Südwest. Allerdings ohne festes Endziel: Wenn wir Wasser erreichen, müssen wir wohl umkehren. Ansonsten ist das Erreichen der bundesdeutschen Landesgrenze wohl das Minimalziel (Bayern ist doch schon Ausland, oder?).



Wer so eine große Truppe durch die Gegend kutschieren will, benötigt natürlich auch einen ansprechenden Mannschaftsbus. Nicht nur, dass alle Vier ordentlich sitzen müssen, es müssen vor allem genügend Schlafplätze für die Truppe vorhanden sein (und es gibt mindestens zwei männliche Mitspieler – keine Namen! –, die nachts im Bett ihren Freiraum regelrecht erkämpfen). Aber auch diese Herausforderung haben wir gemeistert und in Neustrelitz ein schnuckeliges Gefährt gefunden. Unser Nummernschild beginnt sogar stilecht mit „NZ“ (für Neustrelitz/aber eben auch für Neuseeland) – wenn das mal kein gutes Omen ist!



Unser Gefährt in vertrauter Umgebung


Trotz der unglaublichen Größe, die dieses Gefährt mitbringt (7 m Länge, 3,10 m Höhe, 2,40 m Breite), grenzt es doch an ein Wunder, dass wir all den Proviant darin sicher unterbringen konnten. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass die beiden Jungspunde bei weitem am meisten Stauraum in Anspruch nehmen. Das wird bei der nächsten Mannschaftssitzung sicherlich zur Sprache kommen. Dank einer logistischen Meisterleistung von Zeugwart Anne konnte sogar auch der geplante Abreisetermin am 30.04. um Punkt 12 gehalten werden! Hut ab!



Da wir noch relativ frisch zusammenspielen, standen die ersten Tage ganz im Zeichen der Teamfindung. Abläufe mussten trainiert (Wer hat wann Hunger? Wer muss wann schlafen?), das Positionsspiel erlernt (Wer schläft wo? Kinder unten oder oben?) und erste Wehwehchen (Schnupfen/Husten/entzündeter Puller/Holzbein) auskuriert werden. Insofern haben wir nicht so viel Strecke gemacht.



Der erste Stopp war in Senftenberg am nach dem Ort benannten See. Den Fußballnerds unter uns klingeln bei Senftenberg natürlich gleich die Ohren, spielt hier doch der ehemalige DDR-Oberligist FSV Glück Auf Brieske-Senftenberg (was für ein Name!). Aber auch sonst gibt es Spannendes in der Umgebung, der sogenannten „Lausitzer Seenlandschaft“, zu entdecken. Diese ist nämlich noch gar nicht richtig fertig und viele große Seen entstehen erst durch die Flutung von ehemaligen Braunkohleminen. Das heißt aber nicht, dass die Gegend mit dem Thema „Braunkohle“ durch ist. Hier wird immer noch sehr fleißig nach Kohle gebuddelt und gegraben sowie danach dieselbe zur Energiegewinnung verbrannt, wie wir südlich von Weißwasser beobachten konnten. Besonders das Kohlerraftwerk Boxberg sieht aus wie ein in die Landschaft gesetztes Ungeheuer. Mit dem Schlagwort „Energiewende“ sollte man trotzdem hier sehr vorsichtig sein.


Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf


Jeder Landschaftsgarten braucht das passende Panorama


Dazwischen sind aber einige landschaftliche Perlen verpackt. So versteckt sich z.B. im Kromlauer Park die wunderschöne Rackotzbrücke. Wasfürnkotz?! Ja, so ging es uns auch. Noch nie davon gehört. Aber dank diesem Internet bzw. Facebook sowie der dort als „Devil's Eye“ (Teufelsauge) beworbenen Brücke, lernt man auch diese Sehenswürdigkeit mal kennen. Unbedingt empfehlenswert!




Wo geht's denn hier nach Mordor?


Sehr empfehlenswert ist auch ein etwas schwer zu findender aber dafür umso mehr zu genießender Campingplatz in der Nähe von Chemnitz. Dort wird nämlich neben dem eigentlichen Platz auch noch eine Esswerkstatt aus Bio-Erzeugnissen betrieben. Und da wir schon mal da waren, ließen wir uns gleich lecker bekochen. Mjammi! Und ein Trampolin gab es auch!




Inzwischen sind wir in Jena bei Bastis Tante Miriam und Onkel Stefan gelandet. Eine hübsche Stadt mit steilen Straßen. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.



Bis dahin – eure Herumtreiber.


Kommentare:

  1. wie toll - moppelkopf ist zurück! die reise startet doch schon mal vielversprechend mit ersten tollen bildern (schniekes gruppenbild <3). und gesundheitlich habt ihr jetzt hoffentlich alles nicht so schöne schon durchgemacht und es wird besser.
    ich freue mich schon auf viele spannende berichte und schöne bilder :-)
    liebste grüße, kati

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  2. Hey, ich hoffe, alle Krankheiten und Schlecht-Wetter-Fronten sind überstanden!
    Genießt eure Reise und wir freuen uns nach den letzten Geschichten vom anderen Ende der Welt jetzt auf viele nahe Insidertipps.
    Liebe Grüße

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  3. Das trotz Kassenwart das Reiseziel unbekannt ist bereitet mir ein wenig Sorge :P.
    Die Wahl des Teambuildingortes in Mordor scheint mir eine ausgezeichnete Herausforderung zu sein, aber mit einem Roboter in eurer Nähe kann ja nichts schief gehen. Hauptsache ihr macht kein Lagerfeuer ;P.

    VG,
    AST

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